Gourmetrestaurant

Unser schönes Herrenhaus wurde 1927 von der Familie Zurstrassen, Baronen der Vervierser Wollindustrie, erbaut und wurde 1989 unter der Leitung von Chef Michel Lafarque († 2003) und seiner Ehefrau Agnès zunächst zum Restaurant und anschließend zur Hostellerie. Es war die große Zeit der Michelin-Sterne, und die Mauern erinnern sich an die großen, opulenten Gourmetmenüs, begleitet von ebenso hervorragenden wie prestigeträchtigen Flaschen. Alles wurde auf doppelter Tischwäsche von sorgfältig ausgewählten, geschniegelt auftretenden Maîtres d’hôtel und Sommeliers serviert. Nach dem Tod von Herrn Lafarque nahm die Hostellerie Lafarques unter der Leitung von Chef Samuel Blanc den Betrieb wieder auf und erkochte erfolgreich einen neuen Michelin-Stern.

Das Restaurant ist mittags von Mittwoch bis Freitag & am Sonntag sowie abends von Mittwoch bis Samstag geöffnet.

Unsere Geschichte

Die Vesdre ist ein Wildbach, der durch Verviers und Chaudfontaine bis nach Lüttich hinabfließt – durch das reizvollste Tal der Welt! In dieser Jahreszeit, an einem schönen Tag, bei blauem Himmel, ist es bisweilen eine Schlucht, oft ein Garten, immer ein Paradies. “ Mit diesen lobenden Worten beschreibt der Schriftsteller Victor Hugo 1839 das Tal der Vesdre – „Vis Ara“ in keltischer Sprache.

Der französische Dichter ist bei Weitem nicht der Erste, der dem Zauber dieses Ortes erliegt: Die Besiedlung des Vesdre-Tals reicht tatsächlich mehr als 100.000 Jahre zurück! Davon zeugen Überreste aus der Neandertalerzeit, die in den Höhlen des Waldes von Goffontaine und der Chantoire gefunden wurden.

Fast zwei Jahrhunderte später wäre Hugo nicht fehl am Platz, würde er in diesen Teil des Tals zurückkehren. Die ehemalige Bahnlinie, das neugotische Schloss und sein Torturm, der im 19. Jahrhundert die Sonntagsspaziergänger mit viel Glanz empfing, haben sich einen unglaublichen Charme und Romantik bewahrt. Ein wunderbares Ausflugsziel, um Appetit zu bekommen, bevor man den kulinarischen Verführungen von Lafarques erliegt.

Das Erbe Lafarque

Doch woher stammt dieser Name, der seit fast 30 Jahren mit dem Ort verbunden ist? 1989 ließen sich Michel Lafarque aus Chaineux und seine Ehefrau Agnès in dem Gebäude nieder, in dem einst das Internat von Goffontaine untergebracht war. Gestützt auf den Erfolg des ersten Restaurants, das er zehn Jahre zuvor in Pepinster gegründet hatte und in dem er seinen ersten Michelin-Stern erhielt, bauten die Lafarques mit Geduld und harter Arbeit das auf, was zu einer echten gastronomischen Institution werden sollte – deren Name bis heute mit vielen Ereignissen und Emotionen verbunden ist. Geburtstage, Hochzeiten, Kommunionen … Lafarque gehörte zum Leben der Familien, die hier ihre schönsten Momente feierten. Mitte der 1990er-Jahre zählte das Paar, das die Kochkunst verkörperte, zwei Michelin-Sterne und drei Hauben im Gault & Millau (17/20). Man kam von weit her, um an diesem Tisch zu speisen und die Gastfreundschaft der Eheleute zu genießen – er am Herd, sie im Service. Und man kam immer wieder.

Michel Lafarque verstarb 2003, doch seine Philosophie sowie sein Sinn für Geschmack und Gastlichkeit fanden in Olivier Tucki einen würdigen geistigen Sohn, der den „Hostellerie“-Geist des Hauses – „Hospitalität“ im etymologischen Sinne – bewahren möchte. Mit großer Emotion erinnert der heutige Chef an seinen Vorgänger: „ Mehr als Rechte sind es Pflichten, die man in einem Haus wie diesem hat “. Wir freuen uns darauf, Sie dort (wieder)zusehen.